Agile Methoden und Innovationsmanagement Scrum, Kanban & Co. mit Prozessmodellen kombinieren

In vielen nicht-Software Organisationen werden Entwicklungsprojekte mit einem Phasenmodell, wie Stagegate®, organisiert.

Dabei wird der Prozess von der Produktidee zur Markteinführung in mehrere Phasen unterteilt. An “Gates”, also virtuellen Toren überprüft ein Entscheidungsgremium, ob das Projekt die Voraussetzungen für die nächste Phase erfüllt. Von dieser Überprüfung hängt die Allokation weiterer Ressourcen ab.

Die Gate-Entscheidungen legen fest, ob das Projekt weiter verfolgt oder vorzeitig beendet wird.

Dr. Robert G. Cooper, der Stagegate®-Entwickler, veröffentlichte 2014 im Magazin “Research-Technology Management” den Artikel “What’s next?: After Stage-Gate”.

Er erkennt darin an, dass sein Prozess heute um agile Instrumente ergänzt werden sollte. Zwischen den Gates, innerhalb der Entwicklungsphasen, empfiehlt er die Verwendung agil-adaptiver Methoden.

Das ist sicherlich eine Möglichkeit. Allerdings gibt es wesentlich mehr Punkte zu berücksichtigen. Beispielsweise:

Wie werden Aufgaben und Kompetenzen zwischen Gatekeepern und Product-Owner koordiniert?

Oft läßt sich beobachten, dass nominierte Gatekeeper wenig involviert und risiko-avers sind. Ein agiles Team dagegen hat einen starken Vorwärtsdrang. Wie wird damit umgegangen?

Ein typisches Entwicklungsprojekt besteht aus diversen Schichten (technische Produktentwicklung, Produktionstechnologie, Supply Chain, Marketing, Serviceplan …). Wie läuft die Synchronisierung, wenn es gleichzeitig agile Sprints und Gate Reviews gibt?

Die Antwort fällt leichter, wenn das zu integrierende Stage-Gate®-Modell eine der “leichteren” Varianten ist.