Adhoc Projektmanagement _ Besser planlos durchs Projekt?

ad-hoc: latein für “spontan, aus dem Augenblick heraus”.

Der abgeleitete Begriff “Adhocratie” bezeichnet einen Gegenentwurf zur Bürokratie. Also eine Organisationsform maximaler Flexibilität und Spontaneität.

In manchen Entwicklungsorganisationen läßt sich folgender Zyklus feststellen:

  1. Die Organisation ist noch sehr klein. Die Ad-hoc-Vorgehensweise ohne große Planung funktioniert und die Organisation innoviert sehr erfolgreich.
  2. Die Organisation ist stark gewachsen. Die Koordination wird schwieriger. Eine professioneller werdende Unternehmensführung versucht Unsicherheit zu reduzieren und verlangt Pläne, Prognosen und deren Einhaltung.
  3. Als Lösung werden die Entwickler in linearem Projektmanagement geschult, eine Planungssoftware wird angeschafft.
  4. Eine Verbesserung bleibt aus. Die Methoden werden als unzureichend bewertet. Planung und Kontrolle werden verfeinert und intensiviert.
  5. Die Projektmitarbeiter verbringen immer mehr Zeit mit den Projektwerkzeugen statt mit dem Projektgegenstand. Die Frustration wächst, die Projekte werden immer länger und die Erfolgsquote immer geringer.
  6. Aufgabe des planungsbasierten Projektmanagements und Rückkehr zur Adhokratie.
  7. Erneute Erkenntnis, dass sich so keine Ergebnisse erzielen lassen, die den Entwicklungsaufwand rechtfertigen.


Dies betrifft sowohl Industrie- als auch Dienstleistungsfirmen.